Ride with passion

Vor einem Jahr sind wir präsent und energiegeladen in die Tour of the Alps gestartet. Mit diesem schönen Bild haben wir sie beendet: Patrick Gamper fährt Hand in Hand mit Colin Stüssi vom Team Vorarlberg über die Ziellinie in Bozen. Symbolhaft. Wie wir gesellschaftliches Zusammenleben und auch den Radsport sehen, trotz aller Individualismen, trotz allen Ehrgeizes und trotz aller Wettkampfgelüste: Fair, solidarisch und auf Augenhöhe. Und unserem Credo entsprechend: Immer mit Leidenschaft. Ride with passion.

Jetzt. Ein Jahr später. Wie haben sich unser soziales Leben, vertraute ökonomische Stabilitäten und unsere Demokratie in nur wenigen Wochen verändert. Und auch unser Radsport. Aus aktuellem Anlass deshalb ein kurzes Update. Wie es uns so geht. Im Moment. Und wie unsere Perspektiven für die Zukunft aussehen.

Shutdown
Bis zum 31.August wird kein Radsport stattfinden. Wie es danach weitergeht? Wir wissen es nicht. Dass sich die großen Veranstaltungen noch Hoffnungen auf Durchführungen machen, ist für die WT Teams eine Frage der Existenz, doch mag sie in der jetzigen Situation wahrlich sportlich erscheinen. Ab 29. August sollen nicht nur die Tour de France, sondern auch der Giro, die Vuelta, die WM und EM und alle großen Eintagesklassiker stattfinden. Ein gordischer Knoten.

Für unser Team wird sich international heuer nicht mehr viel ergeben. Vielleicht können wir noch das eine oder andere nationale Rennen bestreiten, sollte es welche geben, im Spätsommer, im Herbst.

Klarheiten
Doch dafür benötigt es Aufklärung zu diffusen Verordnungen und Ankündigungen der Politik gegenüber dem Sport: Wie definieren wir Großevents? Wie können wir wieder auf der Straße trainieren? Und mit welchen Auflagen könnten kleine Rennen stattfinden? Wir vertreten seit gestern die nationalen Continental Teams in einer Arbeitsgruppe des Österr. Radportverbandes, möchten diese Antworten einfordern und auch entsprechende Vorschläge erarbeiten.

U24
Keine Rennen. Das trifft uns doppelt. Denn auch alle großen und maßgeblichen U23 Veranstaltungen, wie ein „Baby Giro" oder eine Tour de l`Avenir, werden heuer nicht stattfinden. Somit haben unsere jungen Fahrer und vor allem unsere Letztjährigen, wie ein Markus Wildauer, ein Samuele Rivi oder ein Marco Friedrich, keine Möglichkeiten sich auf den internationalen Bühnen für höhere Aufgaben zu empfehlen.

Wir haben deshalb die Aktion U24 ins Leben gerufen. Und gemeinsam mit anderen Teams und Verbänden ein Schreiben an die UCI gerichtet, doch im nächsten Jahr die U23 Klasse als U24 fahren zu lassen. Damit die Fahrer dieses verlorene Jahr in ihrer Kategorie quasi nachfahren können.

Soziale Verantwortung
Aber unabhängig von einer zustimmenden Entscheidung der UCI haben wir gegenüber unseren jungen Fahrern auch eine soziale Verantwortung. Es ist schließlich unsere DNA, unser USP, sie bei ihren Träumen von den ganz großen Rennen bestmöglich und erfüllend zu begleiten. Deshalb werden wir unsere Letztjährigen, sollten sie keinen Profivertrag bekommen, auch 2021 in unserem Team willkommen heißen.

Gemeinsame Zukunft
Wir haben die Rennsaison 2020 mehr oder minder abgehakt. Da wird nicht mehr viel passieren, da müssen wir einfach realistisch sein. Dennoch und trotz all dieser Herausforderungen sehen wir der Zukunft positiv entgegen. Gemeinsam mit unseren Partnern und Sponsoren, mit denen uns eine sehr lange freundschaftliche und erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet. Und mit unseren vielen Freunden in dieser Community, die in den letzten Jahren so schön angewachsen ist. Danke dafür!

In diesem Sinne:
Live with passion.
Love with passion.
Ride with passion.

Thomas Pupp, Gerhard Kapeller, Harald Berger, Grega Gazvoda, Peter Leo, Ziga Slak, Elisa Haumesser und das gesamte Tirol KTM Cycling Team.

Einer für alle, alle für einen!
Ohne Vorbehalte! Ohne Neid! Ohne Mißgunst!

© 2019 | Ride with Passion GmbH

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